Skip to main content

Fußball-Akademie des VfB Fichte als Vorzeigeprojekt

By 1. November 2023Allgemein

Organisatorin Manuela Llewelyn (l.) freut sich mit den Akteuren vom VfB Fichte Bielefeld: Projektrepräsentant Toralf Bachler, Bildungsprofi Hannah Winkelmann und Projektleiter Daniel Kirchkessler.

 

Der Verein hat den lokalen Entscheid um die „Sterne des Sports“ für sich entschieden. Das Konzept aus Sport, Integration und Bildung überzeugt die Jury. Der geteilte dritte Platz geht an den ASV Atlas und den TuS Jöllenbeck.

Der VfB Fichte Bielefeld hat bei Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb „Sterne des Sports“ auf Lokalebene den ersten Platz errungen. In der Volksbank-Zentrale fand im Beisein von Stadtsportbund-Präsident Volker Wilde die Preisverleihung statt. 50 Vereinsvertreter erlebten einen spannenden Abend, denn die eingereichten Projekte bewiesen große Innovationskraft.
Die Bielefelder Jury war von der Fußballakademie, die Sport, Integration und Bildung erfolgreich verbindet, absolut überzeugt. Den fußballinteressierten Kindern, meist mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund, wird angefangen vom gesunden Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Sprachförderung und Trainingseinheiten alles in einem auf der Rußheide geboten. Dem Verein ist es gelungen, die Fußballakademie mit viel Manpower und Sponsorengewinnung zu realisieren. Dies wird mit der Siegerprämie von 1.500 Euro honoriert. Toralf Bachler, Projektbotschafter beim VfB, dankte allen Vereinsvertretern: „Wir dürfen uns alle selbst feiern, denn was die Bielefelder Sportvereine an Projekten auf die Beine stellen, ist wirklich beachtlich.“

Auch die Juroren auf NRW-Ebene waren von der gesellschaftlichen Wirksamkeit und dem niedrigschwelligen Angebot des Projekts begeistert. Und so fährt der VfB Fichte am 9. November zur Landessiegerehrung nach Oberhausen und wird sich dort mit fünf weiteren nominierten Vereinenaus NRW messen.

Der zweite Platz, der mit 1.000 Euro dotiert ist, wird an Schwarz Weiß Marienfeld für seinen „Kindergartencup“ verliehen. Die Marienfelder waren als sogenanntes „Findelkind“ bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh aufgenommen worden. Neidlos erkannten die Bielefelder Vereinsvertreter das durchdachte Projekt zur Mitgliedergewinnung an. Die Marienfelder schaffen es, die Drei bis Sechsjährigen aus den vier heimischen Kindergärten mit Spiel und Spaß für den Ballsport zu begeistern.

Der dritte Platz der „Sterne des Sports“, der gleichzeitig mit einer Geldzuwendung von 500 Euro verbunden ist, wurde zweimal vergeben: Zum einen an den ASV Atlas Bielefeld für sein neues Projekt „Inklusionssport für fremdsprachige Selbsthilfegruppen“. Der Verein steht seit Jahren für vorbildliche Integration und ist besonders bei Menschen mit Migrationshintergrund bekannt und beliebt. Das neueste Sportangebot aus Spiel und Bewegung richtet sich an russische und türkische Selbsthilfegruppen von Familien mit Kindern mit und ohne Beeinträchtigung. Neben dem Bewegungsprogramm wird gleichzeitig deutsch geübt. Am Ende sollen die Eltern befähigt sein, eigenständig Übungen und Spiele durchzuführen. Das Angebot steht auch anderen Migranten-Organisationen offen.

Punktgleich hat ebenfalls der TuS Jöllenbeck mit dem „Jürmker Bolzkids“ Platz drei belegt. Der Verein will Kinder mit Beeinträchtigungen integrieren, sie sollen gemeinsam mit anderen Kindern Sport machen, Spaß haben und sich kennenlernen. So schafft der Verein Teilhabe ohne Ausgrenzung und Diskriminierung. Ein echter Beweis dafür: Das erste Fußball-Hallenturnier mit Inklusionsmannschaften und Mannschaften mit Kindern mit und ohne Beeinträchtigung war ein großer Erfolg und ist Ansporn für weitere Aktionen. Mittlerweile hat man keine Nachwuchssorgen, jetzt sucht man weitere Betreuer und Helfer.

20 Bewerbungen von Bielefelder Vereine lagen der Jury vor – das ist der Bestwert in NRW.

Close Menu