TuS Dornberg ist Hallenstadtmeister 2019, VfB Fichte wird Zweiter.

By 3. Januar 2020 Fußball

Der TuS schaltet mit dem VfL Theesen und dem VfB Fichte beide Westfalenligisten aus und kürt sich zum verdienten Turniersieger.

Der TuS Dornberg hat es allen gezeigt. Wirklich allen, denn der Spitzenreiter der Bezirksliga marschierte ungeschlagen bis ins Finale, schaltete auf dem Weg dorthin den Titelverteidiger VfL Theesen aus und behielt im Endspiel vor rund 3.000 Zuschauern auch gegen den auf dem Rasen zwei Klassen höher beheimateten VfB Fichte die Oberhand. 2:0 hieß es nach 20 Minuten, Doppeltorschütze Andreas Janzen fuhr die Ernte für sein Team ein.

„Die Mannschaft hat es überragend gemacht“, sprudelte es aus Trainer Jens Horstmann hervor. Ein wenig analytisch wurde er bei seiner Einschätzung, „nicht die besten Hallenspieler des Turniers im Kader“ gehabt zu haben, aber eben „mannschaftlich geschlossen und konzentriert“ aufgetreten zu sein. Zu diesem Zeitpunkt, kurz nach der erlösenden Schluss-Sirene, fielen seine Spieler schon überglücklich übereinander her. Mit allem, was noch im Tank war. „Das ganze Turnier hat natürlich Kraft gekostet, aber die Jungs haben bis zum Erbrechen gekämpft“, meinte Horstmann. Ein klein wenig Taktik hatte zum Finale allerdings schon dazugehört. Wie zwei müde Boxer umschlichen sich Dornberger und Fichteraner im ersten Abschnitt, eine kleine Torchance hier, eine kleine Torchance da – nichts Großes geschah im ersten Abschnitt.

Die verbliebenen Kräfte einteilen hieß es auf beiden Seiten, bloß nicht den ersten Fehler machen. Und so entstand nach den Torgewittern der vorherigen Spiele eine Nervenkampf. Erst nach 16 Minuten dröhnte eine Druckwelle des grünweißen Jubels durch das große Rund der Seidentsicker-Halle. Andreas Janzen hatte, sehr ansenhlich freigespielt, aus mittlere Distanz Fichtes Torhüter Matti Kuuse zum ersten Mal, aber schon entscheidend, bezwungen. Endgültig auf dem Weg zum Triumph war Dornberg, als Fichtes Marvin Paul 60 Sekunden vor dem Abpfiff eine Zeitstrafe kassierte. Es war das letzte Aufbäumen des VfB. Janzen nutzte die Gunst der letzten Minute, um das Werk für sich und sein Team zu krönen. Alles gewonnen hatte der TuS im Verlaufe des Turniers, und so war es trotz sehr guter Vorstellungen der Mitbewerber vom TuS 08 Senne I, den Theesenern, des VfB und auch der spielstarken Akteure des FC Türk Sport ein vollauf verdienter Turniersieg. Zuletzt war der Pokal 2012 an den TuS gegangen. Doch derlei Statistik ging in der Jubelarie unter.

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