Sponsoren: Goldmann – In jedem Haushalt vertreten

By 18. November 2019 Sponsoren, Allgemein

Die Firma Goldmann unterstützt den VfB Fichte seit Jahren und dafür möchten wir Rainer Goldmann und seinem Unternehmen einfach mal DANKE sagen!

Ein Beitrag aus dem Westfalen-Blatt vom 16.11.2019 zum 100-jährigen Bestehen des Handelshauses Goldmann:

 

Handelshaus Goldmann besteht seit 100 Jahren

Von Uta Jostwerner

Bielefeld(WB). Eigentlich ist es befremdlich, dass der Name des in Bielefeld ansässigen Handelshauses Goldmann kaum jemandem ein Begriff ist. Die Firma, die nichts produziert, indes in jedem Haushalt versteckt präsent ist, wurde vor 100 Jahren von Sidney Goldmann gegründet. Am Freitag wurde das Firmenjubiläum gefeiert.

Ob in Kosmetik, Haushaltsgeräten, Medikamenten, Düngemitteln oder Automobilen – überall steckt ein Stückchen Goldmann drin. »Wir sind an etwa 1000 unterschiedlichen Produkten beteiligt. Jeder hat eines bei sich zuhause«, sagt Rainer Goldmann. Der Enkelsohn des Firmengründers führt das Unternehmen in dritter Generation. »Wir sind der klassische Hidden Champion und haben unseren Fokus auf Nischenprodukte gelegt«, verdeutlicht Rainer Goldmann.

Goldmann handelt mit Chemikalien (S. Goldmann) und Kunststoffen (GKG Goldmann). Zu seinen Kunden gehören Chemieriesen wie Bayer, Henkel und BASF. Warum kaufen die ihre Waren nicht direkt beim Erzeuger? »Wir übernehmen eine Brückenfunktion. Wir haben über die Jahre das Marken-Know-How für viele sensible Produkte mit Gefahrenpotenzial aufgebaut. Wir kümmern uns um die Qualität der Waren, den Zoll, die Lagerhaltung und die Logistik. Das ist für unsere Kunden ein enormer Mehrwert«, verdeutlicht der Firmenchef. Seit 1997 gibt es Niederlassungen in Polen und der chinesischen Provinz Sichuan. Start mit USA-Importen

Doch dabei ist es nicht geblieben. »Unsere Geschäftsfelder haben sich im Laufe der Jahrzehnte stetig weiterentwickelt. Neben der Handelstätigkeit gehört mittlerweile die eigene Entwicklung neuer Produktgruppen zu unseren Leistungen«, berichtet Rainer Goldmann.

Den Grundstein für den Erfolg legte sein Großvater Sidney Goldmann mit dem Import von Borax und Borsäure aus den USA. Die Produkte wurde in einer Wüste abgebaut und in der heimischen Keramik- und Emailleindustrie eingesetzt. 1924 wurde Antimontrioxid, damals ein Trübungsmittel für Emaille und heute unverzichtbar bei Flammschutzanwendungen, ins Sortiment aufgenommen.

Die Jahre der Nazi-Herrschaft verlebte der Kaufmann jüdischen Glaubens im schwedischen Exil. »1939 war er kurz im Konzentrationslager Buchenwald interniert. Doch er kam frei, musste aber Deutschland innerhalb von 48 Stunden verlassen«, weiß Rainer Goldmann. 65 Millionen Euro Umsatz

Bereits 1945 kommt Sidney Goldmann zurück und baut die Firma wieder auf. 1953 übernimmt sein Sohn Walter Goldmann die Verantwortung für das Unternehmen. 1960 beginnt für die Goldmann-Familie der Handel mit Kunststoffgranulaten. 1994 tritt Rainer Goldmann in die Unternehmensgruppe ein.

Gemeinsam mit europäischen Partnern gründet die Goldmann-Gruppe im Jahr 2000 einen Unternehmensverbund unabhängiger Spezialchemikalien-Handelshäuser. »Der Vertriebsverbund Plus Chem ist der achtgrößte globale Händler. Es gibt 14 Mitglieder, die einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro machen«, berichtet Rainer Goldmann.

2006 eröffnet das Unternehmen neue Ausbildungsperspektiven mit dem Angebot eines dualen Studiums. Neben der kaufmännischen Berufsausbildung im Bereich Groß- und Außenhandel bietet Goldmann nun in Kooperation mit der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie OWL eine Ausbildung zum Betriebswirt an.

Als wachsendes Unternehmen wird es irgendwann eng in der Hauptniederlassung. 2015 erhält das Bürogebäude an der Schillerstraße eine weitere Etage. Heute beschäftigt die Goldmann-Gruppe, die sich zu 100 Prozent in Familienbesitz befindet, 62 Mitarbeiter. 2018 wurde ein Umsatz von 65 Millionen Euro erwirtschaftet.

 

Oberbürgermeister Pit Clausen (3. von rechts) und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff (rechts) überreichen den Bronzenen Leineweber und Urkunde an die Geschäftsführer Volker Hedrich, Mathias Kramer, Rainer Goldmann und Thomas Scheiter (von links). Foto: Annika Danielmeier