Ermisch bei VfB Fichte – Rödinghausen II auf der Bank

By 24. August 2019 Fußball

Beide Teams sind bisher noch erfolglos und kämpfen um den ersten Saisonsieg.
VfB-Trainer sitzt trotz Roter Karte wohl auf der Bank.

 

Am Sonntag gibt es für Mario Ermisch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Der SV Rödinghausen II gibt seine Visitenkarte beim VfB Fichte ab. „Das ist überhaupt kein besonderes Spiel für mich“, sagt Ermisch.

Blickt man auf die Tabelle, die nach zwei Spieltagen natürlich noch ohne Aussagekraft ist, könnte man von einem Kellerduell sprechen. Die „Hüpker“ haben derzeit noch keine Punkte, die Regionalligareserve des SVR immerhin einen. Den holten sie in der vergangenen Woche im Heimspiel gegen Vreden. „Immer locker bleiben“, fordert der VfB-Trainer. Schließlich seien gerade einmal zwei Spiele gespielt. „Zum Winter hin gucken wir dann mal, wo wir stehen, dann kann ich mehr dazu sagen.“

Eine Frage schwebt über dem Spiel: Wo wird Mario Ermisch sitzen? Der Coach hatte in der Nachspielzeit beim Spiel in Hiltrup vom Schiedsrichter die Rote Karte gesehen. Eine Entscheidung über die Sperrdauer gibt es aktuell nicht. „Aufgrund der Eintragungen des Schiedsrichters im Spielbericht zum oben genannten Spiel wird der Vorgang an das zuständige Rechtsorgan zur Entscheidung abgegeben.“ So hat es Staffelleiter Hans-Dieter Schnippe in die Offizielle Mitteilung Nr. 34 vom 23. August 2019 geschrieben. Ermisch selbst weiß nicht, wie das Prozedere nun weitergeht. Denkbar ist, dass er bis zur Entscheidung gesperrt ist – analog zum Ablauf bei Spielern. Damit dürfte der VfB-Trainer den Innenraum der Rußheide nicht betreten und müsste das Spiel von der Tribüne aus verfolgen. „Ich sitze auf der Bank, ist doch klar“, sagt Ermisch. Er habe eine Stellungnahme zu den Eintragungen des Schiedsrichters eingereicht. „Der Assistent, der dem Schiri gesagt hat, dass ich es gewesen sei, hat übrigens auch eine Stellungnahme eingereicht. Und er ist sich jetzt plötzlich gar nicht mehr sicher, dass ich es gewesen bin“, erzählt Mario Ermisch. Wie diese Geschichte nun weitergeht, wird sich in den nächsten Tagen wohl klären.

Sportlich ist es für die „Hüpker“ nun mal an der Zeit, dass sie punkten. „Rödinghausen ist eine junge, willige und gut geschulte Truppe“, spart Ermisch nicht mit Lob für seinen Ex-Klub. „Bei uns steht derzeit auch die fußballerische Weiterentwicklung im Vordergrund“, erklärt er. Immerhin sieht es personell wieder deutlich besser aus. Muhammet Ali Özel und Oguz Peker sind zurück, Niklas Wittmann konnte auch wieder trainieren und ist eine Alternative. Bei Vidoje Matic allerdings ist noch ein Fragezeichen vorhanden. „Er muss sich behandeln lassen, dann sehen wir weiter“, meint Ermisch. Definitiv weiter ausfallen werden Dennis Lobitz und Konstantinos Papdopoulos.

Bei 100 Prozent seien seine Spieler aktuell nicht. Wenn sie es aber wären, „dann ist in dieser Liga jeder Gegner schlagbar“, ist sich Mario Ermisch sicher, der von der Qualität seines Kaders überzeugt ist.

Null Punkte gegen einen Punkt – die Partie des 3. Spieltags zwischen den fehlgestarteten Bielefeldern und dem jungen Team aus Rödinghausen darf man zweifelsohne als richtungsweisend bezeichnen. Für zusätzliche Brisanz sorgt die Rödinghauser Vergangenheit von Fichte-Trainer Mario Ermisch, der von Juli 2011 bis April 2016 das Traineramt beim SVR inne hatte und die erste Mannschaft seinerzeit mit drei Aufstiegen von der Landes- bis in die Regionalliga führte.