VfB Fichte braucht im Fernduell weiterhin 6 Tore

By 20. Mai 2019 Fußball

Autor: FuPa / NW / F: Zobe

 

Der TuS Tengern und die Bielefelder siegen 2:0 und 3:1, am letzten Spieltag kommt es zum Wettschießen.

Ein ungefährdeter 3:1-Sieg in Vlotho hält das Meisterrennen weiter offen, der VfB Fichte ärgert sich über unsportlichen SC. Der TuS Tengern hält sich auch einen Spieltag vor Saisnabschluss an der Tabellenspitze, feierte im Heimspiel gegen den FC Kaunitz einen 2:0-Erfolg.

„Es war kein gutes Spiel“, berichtete Fichtes Co-Trainer Frank Willhelm nach dem 3:1-Auswärtssieg beim SC Vlotho. So vermochte keine Freude im VfB-Lager aufkommen, auch weil die „Hüpker“ geschockt über das Verhalten der Gastgeber waren.

„So etwas habe ich wirklich noch nicht erlebt“, begann Willhelm mit seiner Schilderung. „Die Trainer von Vlotho haben ihre Mannschaft dazu angestachelt, dass Fouls gespielt werden. Dass wir am Ende ohne Verletzte aus dem Spiel gehen, grenzt an ein Wunder“, berichtete Willhelm. Viel mehr gäbe es zu dem Spiel auch eigentlich nicht zu sagen, teilte der Co-Trainer mit, ließ sich letztlich aber doch noch weitere Informationen über die Partie Art entlocken.

Nach einer Ecke von Mert Cingöz lauerte am zweiten Pfosten Innenverteidiger Muhammet-Ali Özel und nickte die Kugel zur Führung in die Maschen (24.). Nur zwanzig Minuten später entstand die nahezu identische Situation, mit dem einzigen Unterschied, dass Cingöz dieses Mal per Freistoß für Özel auflegte. Auch dieses Mal verwandelte Letzterer sicher – 2:0 für den VfB Fichte (44.). „Mit dieser Führung wollten wir eigentlich in die Halbzeit, aber es kam anders“, sagte Willhelm, der mit ansehen musste, dass seine Mannschaft einen Moment nicht aufpasste und sich mit einem langen Ball überspielen ließ.

So kam Vlotho zum Anschluss (45.). Die Halbzeitansprache von Trainer Mario Ermisch verlief in einer ruhigen Art und Weise. „Wir wollten aber eine bessere Chancenverwertung sehen“, verriet Willhelm die Vorgabe der Trainer. Dies setzte Benjamin Mulamba nach der Pause um. Er wurde von Maxi Helf auf die Reise geschickt, umkurvte den Vlothoer Keeper und traf zum 3:1 (66.).

Der VfB Fichte hatte allerdings weitere, teils hundertprozentige, Torchancen. Wenn nur Mulamba, Cingöz, Marcel Rohde, Furkan Ars oder Dennis Aygün getroffen hätten, wäre das Torverhältnis gegenüber Konkurrent Tengern wohl schon aufgeholt gewesen. „Das ist natürlich ärgerlich, dass wir die Dinger nicht machen. Stattdessen treffen wir in gewissen Situationen einfach die falschen Entscheidungen“, kritisierte Willhelm, der von einem insgesamt schwachen Fußballspiel sprach: „Es war sehr zerfahren.“
Der VfB Fichte muss nun am letzten Spieltag gegen den SC Verl II alles in die Waagschale werfen, um direkt aufzusteigen.

Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Muhammet Ali Özel (24.), 0:2 Muhammet Ali Özel (44.), 1:2 Patrice Yoann Heisinger (45.), 1:3 Benjamin Fumu Mulamba (66.)