VfB Fichte – DSC Arminia: Erst Zoff, dann Glanzlichter

By 6. Juli 2018 Fußball

Freitag 06.07.18 09:30 Uhr|
Autor: Hans-Joachim Kaspers / FuPa / F: Jonek

 

Beim 166. Traditionsderby zwischen dem VfB Fichte und Arminias Profis erhitzen sich die Gemüter an einigen hart geführten Zweikämpfen. Die Gäste schießen aber noch einige schöne Tore zu einem 6:0-Erfolg

Zwischenzeitlich war mal richtig Feuer unterm Dach. Schon nach wenigen Minuten des 166. Bielefelder Traditionsderbys zwischen dem VfB Fichte und Arminias Profis, das vor knapp 1.700 Zuschauern mit 6:0 (1:0) für die Gäste ausging, stürmte Fabian Klos wütend auf seinen Gegenspieler Ugur Pehlivan zu: Er wollte sich den Verteidiger wegen eines seiner Meinung nach zu harten Einsteigens zur Brust nehmen. Weil sich die DSC-Ikone nicht beruhigen wollte, musste sogar Schiedsrichter Philip Dräger eingreifen und die beiden Streithähne trennen. Nach der Pause hielt es dann auch Arminias Trainer Jeff Saibene für angebracht, den Schiri auf die aus DSC-Sicht zu harte Gangart der Gastgeber hinzuweisen.
„Es ist immer ruppig hier, heute war’s mir manchmal ein bisschen zu viel“, sagte Saibene nach dem Schlusspfiff – eine Sichtweise, die bei Mario Ermisch schlecht ankam. „Zweikämpfe gehören zum Fußball. Man kann von uns auch in einem Freundschaftsspiel doch nicht erwarten, dass wir die Leute einfach laufen lassen“, hielt der Coach des VfB Fichte dagegen und wies darauf hin, „dass wir einige Male auch ganz schön abgeräumt worden sind, ohne dass wir uns darüber groß aufgeregt haben“.

»Ihr habt da eine richtig gute Truppe zusammen«

Es war also schon Zündstoff drin in dieser Partie, in der die Arminen erst nach der Pause den Unterschied von immerhin fünf Spielklassen deutlich werden lassen konnten. In der ersten Halbzeit spielte der Landesligist munter mit, und das so gut, dass Arminias Präsident Hans-Jürgen Laufer nach der Begegnung Jobst Hölzenbein, dem Fußball-Abteilungsleiter des VfB Fichte, ein Kompliment machte: „Ihr habt da eine richtig gute Truppe zusammen!“ Hölzenbein nahm das Lob dankend an, verwies aber zurecht darauf, dass er erst zufrieden sein könne, „wenn es demnächst in Tengern auch so gut läuft wie heute“.

Beim VfB Fichte stimmte lange Zeit die defensive Grundordnung, die erst ins Wanken kam, als die Arminen nach der Pause mit Staude und Owusu zwei Stürmer brachten, die sich deutlich spielfreudiger zeigten als ihre Vorgänger. „Mir macht es immer Spaß, Fußball zu spielen“, sagte Owusu, der drei hübsche Tore, darunter eins per Hackentrick, erzielte. Man müsse halt jede Gelegenheit nutzen, um zu zeigen, was man drauf habe, fügte der Neuzugang aus Hoffenheim hinzu. Auch Staude heimste für sein Tor nach einem schönen Freistoßtrick viel Beifall ein.
Am Ende bekamen die Fans somit auch spielerische Glanzlichter zu sehen und dürften zufrieden nach Hause gegangen sein.

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