Das Wunder bleibt aus

By 28. Mai 2018 Fußball

Autor: FuPa / NW / F: Zobe

Westfalenliga: Die „Hüpker“ steigen trotz 4:1-Sieg gegen Schermbeck in die Landesliga ab

Es hätte zu einem Wunder auf der Rußheide kommen können, 35 Minuten lang sah es sogar ganz danach aus, doch dann machte die Nachricht aus Beckum die Runde, dass die Spielvereinigung gegen Preußen Münster II führt. An dem mit dem Beckumer Sieg besiegelten Abstieg des VfB Fichte änderte auch nicht die mit Abstand beste Saisonleistung der „Hüpker“ etwas. Am Ende bezwang das Ermisch-Team den SV Schermbeck gar mit 4:1.
„Wir haben es nicht heute verkimmelt und auch nicht in den letzten Wochen“, stellte Mario Ermisch relativ nüchtern fest. Auch sonst war der erfahrene Coach sehr gefasst, was die Tatsache des Abstiegs anbelangt. „Wir holen in den letzten acht Spielen so viele Punkte, damit hätten wir sogar oben mitspielen können“, rechnete Ermisch vor.
Doch das alles brachte dem VfB Fichte rein gar nichts. Unterm Strich steht der bittere Gang in die Landesliga nach nur einem Jahr in der Westfalenliga.

„Man muss sich das mal vorstellen, da haust du hier heute den Tabellenzweiten mit 4:1 aus dem Stadion und dann reicht es trotzdem nicht“, sagte der fassungslose Kapitän Volkan Ünal, der das sinkende VfB-Schiff nun in Richtung SC Herford verlassen wird. Damit hat Ünal immerhin die Westfalenliga gehalten. „Ich hätte mich gerne mit dem Klassenerhalt verabschiedet. Es gibt für einen Fußballer kein ekligeres Gefühl als abzusteigen“, kämpfte Ünal mit seinen Emotionen. Minutenlang saß er zusammengekauert auf dem Rasen und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
Spielerisch war es am Sonntag ein absoluter Leckerbissen, den der VfB Fichte auf den Platz brachte. Sie ließen dem SV Schermbeck nicht den Hauch einer Chance. Schon nach wenigen Sekunden hätten die Hausherren in Führung gehen können, mussten sich aber bis zur 13. Minute gedulden, als der bockstarke Niklas Szeleschus die Führung erzielte. Nur zwei Minuten später erhöhte Clemens Bachmann auf 2:0 (15.). Nach dem Seitenwechsel wurde Benjamin Mulamba im Strafraum gelegt, Patrick Ruske verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 3:0 (46.). Der Schermbecker Anschluss, ebenfalls per Elfmeter, blieb Ergebniskosmetik. Erneut Szeleschus erzielte das 4:1 (66.).

Schiedsrichter: Florian Visse (SC Hörstel) – Zuschauer: 250
Tore: 1:0 Niklas Szeleschus (14.), 2:0 Clemens Bachmann (17.), 3:0 Patrick Ruske (46. Foulelfmeter), 3:1 Marc Schröter (55. Foulelfmeter), 4:1 Niklas Szeleschus (66.)