VfB Fichte Bielefeld nach 2:4-Pleite vor Abstieg

Verfasst von 14. Mai 2018Fußball

Autor: Nicole Bentrup / FuPa / F: Zobe

 

Westfalenligist verliert auch gegen die SpVgg Vreden. Jetzt kann nur noch ein »Fußballwunder« helfen. Mario Ermisch hadert mit den Entscheidungen des Schiedsrichters.

Rechnerisch ist es noch nicht durch, aber die Chancen auf einen Ligaverbleib des VfB Fichte Bielefeld sind nach der 2:4-Heimpleite gegen die SpVgg. Vreden schlechter denn je. Die Partie hatte von allem etwas, am Ende war jedoch die Enttäuschung und der Frust bei den „Hüpkern“ immens groß. Die einen regten sich über den Schiedsrichter auf, die anderen vergruben ihre Gesichter in den Händen und schüttelten nur mit den Köpfen. Fichtes Trainer Mario Ermisch hatte dagegen „keine Lust, mich über sowas zu ärgern.“ Damit meinte er vor allem die teilweise skurrilen Entscheidungen des Schiedsrichters beziehungsweise die der Assistenten.
Aber eins nach dem anderen. Das Spiel begann eigentlich für die Hausherren nach Maß, denn bereits in der ersten Spielminute brachte Niklas Szeleschus den VfB in Front. Danach kamen die Grenzholländer aus Vreden besser ins Spiel und hatten zwei echte Großchancen, die jedoch vom Fichte-Schlussmann Berkay Yilmaz prima vereitelt wurden (13., 18.).

„Dem jugendlichen Leichtsinn“, wie Ermisch es beschrieb, war es geschuldet, dass es nach einer halben Stunde 1:1 stand. Einen Freistoß aus dem Halbfeld wollte Maximilian Helf klären, fälschte ihn jedoch ins eigene Tor ab. „Den kann man einfach wegköpfen, dann passiert gar nichts“, grantelte Ermisch.

Nur kurze Zeit später hätte Szeleschus die Gastgeber wieder in Führung bringen können, als er allein vor dem Torwart eben diesen anschoss (32.). „Den musst du machen“, so Ermisch. Auf der anderen Seite allerdings klingelte es wieder im Kasten von Yilmaz. Nils Temme gewaltiger Freistoß genau in den Winkel aus gut 25 Metern war für Yilmaz nicht zu halten. Allerdings hätte der Freistoß niemals gegeben werden dürfen, denn zuvor hatte der Unparteiische eine Abseitsposition der Vredener bereits abgepfiffen. „Das ist einfach unfassbar“, meinte Trainer Ermisch, der sich noch vor der Halbzeit erneut mächtig ärgerte, als Benjamin Mulamba in ähnlicher Position wie zuvor Szeleschus allein vor dem Tor auftauchte – auch ihm versagten die Nerven beim Abschluss (41.).

Nach dem Seitenwechsel kämpften die „Hüpker“, doch ihre Bemühungen wurden nicht belohnt. Kamaljit Singh traf zum 3:1 für Vreden (57.). Furkan Ars verkürzte zwar noch einmal auf 2:3 (61.), doch spätestens mit dem 4:2 durch Nils Temme war die Messe dann gelesen (87.).

Schiedsrichter: Tristan Eppelt – Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Niklas Szeleschus (2.), 1:1 (32. Eigentor), 1:2 Nils Temme (36.), 1:3 Kamaljit Singh (53.), 2:3 Furkan Ars (56.), 2:4 Nils Temme (86.)

GALERIE VfB Fichte Bielefeld – SpVgg Vreden