Arminias Rump und Güterslohs Tosun zum VfB Fichte

Verfasst von 9. Mai 2018Fußball

Autor: Peter Burkamp / FuPa

 

Der VfB Fichte setzt weiter auf leistungswillige Spieler. Das Führungstrio Hölzenbein, Ermisch und Karanfil will den eingeschlagenen Weg fortsetzen.
Die Verantwortlichen des VfB Fichte Bielefeld bleiben ihrer Linie treu, auch wenn aktuell der Abstieg aus der Westfalenliga droht. Ziel ist es auch weiterhin, mit jungen und leistungswilligen Spielern ein für den gehobenen Amateurfußball konkurrenzfähiges Team aufzubauen. In welcher Liga diese Mannschaft aufläuft, soll nicht die Hauptrolle spielen. Fußballchef Jobst Hölzenbein hätte aber nichts dagegen, „wenn wir wieder Mal Regionen erreichen würden, in denen wir uns früher aufgehalten haben“.

Vor der Saison waren Fußballchef Jobst Hölzenbein Trainer Mario Ermisch und der sportliche Leiter Murat Karanfil angetreten, den Traditionsverein von der Rußheide zu reformieren. Ein Ziel ist es neben anderen, mehr Professionalität in alle Bereiche der Abteilung zu bekommen. Darüber hinaus wollen sie das branchenübliche Vereinswechsel-Spiel, das viele Fußballer in der Region betreiben und Jahr für Jahr zum jeweils meistbietenden Klub gehen, nicht mehr mitmachen. Natürlich gibt es auch beim VfB Fichte etwas zu verdienen, doch der Verein möchte nicht über seine Bezahlung attraktiv für junge Fußballer sein.

Mal abgesehen davon, dass es enorm schwer sei, Sponsoren zu finden, streben die „Hüpker“ sportlichen Erfolg auf einem anderen Weg an. „Ich habe genug von den Spielern, die mir sagen, sie seien 30 Jahre alt, haben mal Regionalliga gespielt und wollen jetzt etwas kürzer treten“, sagt Jobst Hölzenbein. Murat Karanfils Vorstellung sieht vor, „dass wir Mal so eine Art Bielefelder U 23 stellen“. Mit Mario Ermisch biete der VfB Fichte einen Trainer, der den Spielern die Möglichkeit gebe, sich weiter zu entwickeln, betonen Hölzenbein und Karanfil.

Der regionalligaerfahrene Coach trägt die Idee mit, den Verein umzugestalten. Er räumt aber auch ein – genau wie Hölzenbein und Karanfil – einige Enttäuschungen gesammelt und bittere Erfahrungen in der laufenden Saison gemacht zu haben. Ermisch stellt bestimmte Anforderungen an seine Spieler. „Ich brauche keine Hobbyfußballer, sondern leistungswillige Spieler. Wenn ich bis mittags schon vier Absagen fürs Training habe, macht mir das keinen Spaß.“ Vier Mal die Woche bittet Ermisch zur Übungsstunde. Abseits vom üblichen fünf gegen zwei und Abschlussspielchen möchte er im Training gruppen- und mannschaftstaktische Akzente setzen.

Für die neue Saison haben die „Hüpker“ schon einige Neuverpflichtungen getätigt: So hoffen sie in Christopher Rump (Arminia U 23), Markus Oberwittler (TuS Eintracht), Orkun Tosun, Jetfad Abrashi (beide FC Gütersloh), Fynn Vollmer, Davide Ayena (beide U 19 SV Rödinghausen) sowie Steven Gorka (eig. U 19) die leistungswillige Spieler gefunden zu haben.

Bleiben werden: Oliver Bollwicht, Malcolm Toure, Ogusz Peker, Eike Baehr, Benjamin Mulamba, Marvin Paul, Maximilian Helf und Ugur Pehlivan. „Mit anderen aus dem Kader befinden wir uns noch in Gesprächen“, teilte Ermisch, der einen 20-er Kader plant, mit.

Das Traditionsderby zwischen dem VfB Fichte und Arminias Profis wird voraussichtlich am Mittwochabend, 4. Juli, stattfinden müssen. Die Gastgeber hätten viel lieber am Sonntag, 8. Juli, gespielt, doch Arminia hat an diesem Termin keine Zeit.