Spitzenreiter VfB Fichte hält Verler Reserve auf Abstand

By 9. Mai 2017Fußball

VfB Fichte siegt bei torreichem Auswärtsspiel in Avenwedde

In einem engen Spiel besiegt der VfB Fichte den SV Avenwedde auf fremden Platz mit 4:3. Trainer Hesse ärgern die Schwächen in der Defensive. Bei der U 23 des SC Verl muss das Team von Trainer Andreas Brandwein in eine deutliche 1:4-Niederlage einwilligen. Nur noch zwölf mehr oder weniger einsatzbereite Spieler. Nach der 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den BV Bad Lippspringe ist der Hövelhofer SV fast abgestiegen. Der BVL kann weiter für die Landesliga planen.

SV Avenwedde – VfB Fichte Bielefeld 3:4
Viel investiert, gut mitgehalten und am Ende doch nicht gewonnen: Enttäuscht verließen die Landesligaspieler vom SV Avenwedde am Sonntag Abend das Sportgelände. Über lange Zeit bot der Tabellendreizehnte dem Spitzenreiter VfB Fichte Paroli, musste sich aber letztlich mit 3:4 geschlagen geben. „Das ist extrem ärgerlich. Zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, urteilte Trainer Levent Cayiroglu.
Die Avenwedder gingen durch einen Treffer von Özcan Sehit mit 1:0 in Führung (17.). Der 36-jährige Routinier traf nach einer Flanke von Willi Merklinger mit einem Volleyschuss. „Bis zum Tor waren wir gut im Spiel, danach sind wir in Passivität verfallen“, ärgerte sich Cayiroglu über fehlenden Mut bei seiner Mannschaft.
Der Spitzenreiter bestrafte die Schwächen umgehend und ging nach einem Doppelschlag von Volkan Ünal (31.) und Furkan Ars (34.) mit einem 2:1-Pausenvorsprung in die Kabine. „In der Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen und wollten wieder aggressiver auftreten“, erklärte Cayiroglu und konstatierte: „Das ist uns auch gut gelungen.“ Der Lohn war der Ausgleichstreffer des auffälligen Sehit (57.).
Unmittelbar im Anschluss hätte Luis Sievers die Gastgeber in Führung schießen müssen. Der Offensivakteur brachte den Ball aber nicht an VfB-Keeper Michael Arnolds vorbei. „Das war eventuell ein Schlüsselmoment im Spiel“, sagte Cayiroglu, „Stattdessen bekommen wir wenig später das 2:3 und das 2:4“, ärgerte sich der Trainer über die beiden Treffer von Chief Sadicki (68./70.). Mehr als das Anschlusstor des eingewechselten Fitim Syla (79.) sprang nicht mehr heraus.

Für den Zuschauer war der Auftritt des VfB Fichte in Avenwedde ein Genuss, denn es gab sieben Tore zu bestaunen. Am Ende verteidigten die „Hüpker“ mit dem 4:3 die Tabellenführung. „Ich bin einfach über die drei Punkte super glücklich“, resümierte VfB-Trainer Julian Hesse. Mit dem Spiel allerdings zeigte sich der Trainer nicht wirklich zufrieden. „Es tut mir auch leid, dass ich die Jungs eben auf dem Platz noch einmal ins Gebet genommen habe, aber so wie wir heute verteidigt haben, war es einfach nicht gut“, erzählte er.
Die Bielefelder Gäste mussten zunächst in einen Rückstand einwilligen, als sie einen zweiten Ball nach einem Standard nicht richtig verteidigen konnten und Özcan Sehit die Kugel zur Avenwedder Führung über die Linie drückte (18.). „Da müssen wir ganz anders agieren“, maulte Hesse. Doch von dem Rückstand beflügelt, übernahm der VfB nun das Zepter. Nach einer Flanke von Ugurcan Pehlivan nickte Volkan Ünal den Ball aus kurzer Distand zum Ausgleich in die Maschen (31.). Furkan Ars vollstreckte einen Traumpass von Lennard Warweg durch die Schnittstelle mit dem linken Fuß zur Führung (34.). „Ein toller Spielzug“, lobte Julian Hesse. Mit der Führung gingen die „Hüpker“ in die Kabine.
„Nach der Pause haben wir mehrere richtig gute Torchancen, nutzen sie aber nicht“, berichtete Hesse über Möglichkeiten von „Chief“ Sadicki und Ünal. Das Auslassen dieser Chancen rächte sich, als der Avenwedder Sehit mit seinem zweiten Treffer den Ausgleich erzielen konnte. „Im Prinzip war es wie das 1:0. Wieder ein Standard, wieder abgefälscht“, so Hesse, dem das Defensivverhalten seiner Mannschaft erneut sauer aufstieß. „Defensiv war das heute ein echtes Zirkusspiel“, brachte er es auf den Punkt. Seine Mannschaft riss sich aber zusammen und konnte durch einen Doppelschlag von „Chief“ Sadicki auf 4:2 davonziehen.
„Als wir dann 4:2 geführt haben, war der Gegner gefühlt tot“, meinte Hesse. Allerdings schaffte es der VfB nicht, die sichere Führung über die Zeit zu bringen. Fitim Syla vollendete einen SV-Konter zum 3:4 – und dabei blieb’s.

Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Robert Ljubic (18.), 1:1 Volkan Ünal (31.), 1:2 Furkan Ars (34.), 2:2 Özcan Sehit (48.), 2:3 Abubakari Sadicki (59.), 2:4 Abubakari Sadicki (62.), 3:4 Fitim Syla (71.)

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