Pehlivans Kopfballtreffer rettet einen Punkt

By 3. April 2017Fußball

Landesliga: Spitzenreiter VfB Fichte ist am Ende froh über das 1:1 gegen den VfB Schloß Holte.
Die Rote Karte für Volkan Ünal sorgt für reichlich Gesprächsstoff

Bielefeld (bazi). Was für ein Spiel, das der VfB Fichte und der VfB Schloß Holte den rund 150 Zuschauern auf der Rußheide boten! Am Ende trennten sich die Kontrahenten schiedlich, aber nicht gerade friedlich 1:1.

„Ich bin froh über den Punkt“, sagte Fichtes Trainer Julian Hesse nach dem Schlusspfiff. Und nach der ersten Halbzeit, die sein Team zeigte, konnte er das auch durchaus sein. Die „Hüpker“ fanden überhaupt nicht gut ins Spiel und mussten auch noch früh den verletzungsbedingten Ausfall von Firat Sansar wegstecken. „Ich bin schon sehr oft in dieser Saison gezwungen worden, meine Startelf zu verändern“, so Hesse, der Sansar in der Innenverteidigung für den gesperrten David Schwesig aufgeboten hatte. Doch Sansars Auftritt dauerte nur knapp sieben Minuten. Bei einem Zweikampf mit Ibrahim Kalemci spürte der Routinier ein Zucken im Oberschenkel. „Ich denke, es ist ein Faserriss“, stellte Sansar eine Eigendiagnose.

Nach zehn Minuten gingen die Gäste – zu diesem Zeitpunkt verdient – in Führung. Memos Sözer wurde von der rechten Seite gut bedient und konnte völlig freistehend vom Elfmeterpunkt einnetzen. Für die Hausherren gab es in der ersten Halbzeit nur drei Halbchancen. Ändern sollte sich die Partie nach dem Seitenwechsel. Fichte war nun galliger und allein „Chief“ Sadicki hätte mindestens zwei Tore erzielen müssen – tat dies jedoch nicht. Der eingewechselte Ugurcan Pehlivan allerdings verwertete eine gute Ecke Clemens Bachmanns per Kopf wuchtig in den Knick zum Ausgleich (72.). „Pehli hat unser Spiel belebt“, befand Hesse.

Der zunächst unauffällige Schiedsrichter geriet im Verlauf der zweiten Halbzeit mehr und mehr in den Mittelpunkt, da ihm das Spiel aus den Händen glitt. Nach einem Foul an Volkan Ünal und einer Hakelei der beiden beteiligten Spieler, wertete der Unparteiische Ünals Befreiungsaktion als Tätlichkeit und stellte den Kreativmann des VfB mit „Rot“ vom Platz (75.). „Ich trete ihn nicht. Ich weiß überhaupt nicht, wie man diese Aktion so bewerten kann“, war Ünal nach dem Abpfiff völlig fassungslos. „Für mich war das keine Rote Karte. Das ist bitter für uns“, meinte Hesse.

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02 – Bielefeld Ost, Montag 03. April 2017